
FUERTEVENTURA, Spanien, Sept. 24, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Mira Aerospace, die auf High-Altitude-Platform-Systems (HAPS) spezialisierte Tochtergesellschaft von Space42 (ADX: SPACE42), einem in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen, KI-gestützten SpaceTech-Unternehmen, und Telespazio Ibérica, ein Unternehmen der Leonardo Space-Gruppe, haben den Start einer Mission zur Überwachung von Waldbränden in Spanien bekanntgegeben. Beim ersten Flug der Mission startete das HAPS-Modell „ApusNeo18“ vom „Canarias Stratoport for HAPS & UAS“ auf der Insel Fuerteventura im Rahmen des ISSEC-Projekts, das vom Technologiepark Fuerteventura gefördert wird. Der Flug, der 29 Stunden dauerte und eine Höhe von etwa 16.000 Fuß erreichte, stellte zwei europäische HAPS-Rekorde auf und lieferte Live-Videomaterial sowie hochauflösende Bilder von elektrooptischen und Infrarotsensoren.
Nachdem der Flug das Potenzial des HAPS-Modells zur Unterstützung der Erkennung und Bekämpfung von Waldbränden erfolgreich unter Beweis gestellt hat, wird im Laufe des Oktobers eine Flugkampagne mit mehreren Flügen folgen. Im Rahmen des Programms werden die Einsatzhöhen schrittweise in Richtung Stratosphäre erhöht und die Flugreichweite erweitert, mit dem Ziel, Gran Canaria zu erreichen.
Khaled Al Marzooqi, CEO von Mira Aerospace, Space42, erklärt: „Als Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten spiegeln die von uns in Europa aufgestellten HAPS-Flugrekorde sowohl unsere fortschrittlichen Fähigkeiten in der Erdbeobachtung als auch das starke Vertrauensverhältnis wider, das wir für die erfolgreiche Umsetzung wichtiger internationaler Projekte aufgebaut haben. Im Rahmen der laufenden Mission wird ApusNeo18 in den Dauereinsatz überführt, wobei eine kontinuierliche Überwachung mit der Echtzeit-Datenübertragung an Telespazio Ibérica kombiniert wird, wodurch ein klarerer Überblick über die sich entwickelnden Bedingungen geboten wird. Im Einklang mit dem Ziel von Space42, der bevorzugte Partner für hochwertige Geodaten zu werden, werden diese Flüge die bestehenden Satelliten-, Luft- und Bodendaten ergänzen, um die Katastrophenhilfe zu verbessern.“
Carlos Fernández de la Peña, CEO von Telespazio Ibérica, erklärt: „Diese beiden Meilensteine zeigen, wie sich die HAPS-Technologie von der Flugvalidierung hin zu zunehmend dauerhaften und einsatzfähigen Missionen weiterentwickelt. Diese Kampagne stärkt die Rolle von Telespazio Ibérica bei der Entwicklung neuer Luft- und Raumfahrtkapazitäten in Europa und eröffnet neue Möglichkeiten zur Verbesserung der Prävention, Überwachung und Bekämpfung von Waldbränden.“
Weiterentwicklung der HAPS-Tests
Diese Mission baut auf den früheren Tests des ApusNeo18 für Telespazio Ibérica auf, den ersten ihrer Art im Rahmen einer zivilen Betriebsgenehmigung in Europa. Die Flüge finden entsprechend den Anforderungen statt und unterliegen weiterhin den Genehmigungen, den Wetterbedingungen sowie der Verfügbarkeit des Luftraums. Der Einsatz erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Waldbrandsaison 2026 in Spanien. Nach Angaben des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen haben Waldbrände bis zum 17. August mehr als 265.635 Hektar Waldfläche zerstört; bislang wurden 42 große Waldbrände registriert.
Überwachung von Waldbränden aus der Stratosphäre
ApusNeo18 ist ein solarbetriebenes HAPS, das für den Einsatz in stratosphärischen Höhen konzipiert ist und Erdbeobachtungsnutzlasten transportiert. HAPS, das sich zwischen der konventionellen Luftfahrt und Satelliten positioniert, ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung eines bestimmten Gebiets und bietet gleichzeitig die Flexibilität, Sensoren einzusetzen, die auf die jeweiligen Anforderungen der einzelnen Missionen zugeschnitten sind. Bei der Bekämpfung von Waldbränden bietet diese Fähigkeit eine zusätzliche Ebene für Echtzeitinformationen, die die bestehenden satellitengestützten, luftgestützten und bodengestützten Systeme ergänzt.
Das Projekt leistet einen Beitrag zum ISSEC-Programm, das Teil des Biodiversitätsprojekts ist, welches aus regionalen Mitteln der Regierung der Kanarischen Inseln sowie aus Mitteln des europäischen Programms „NextGenerationEU“ im Rahmen des Wiederaufbau- und Resilienzmechanismus (RRM) unter Komponente 17 des Plans für Wiederaufbau, Transformation und Resilienz (PRTR) der spanischen Regierung finanziert wird.
Über Space42
Space42 (ADX: SPACE42) ist ein in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässiges, KI-gestütztes SpaceTech-Unternehmen, das Satellitenkommunikation, Geodatenanalyse und künstliche Intelligenz kombiniert, um die Erde aus dem Weltraum zu beobachten. Space42 entstand im Jahr 2024 aus dem Zusammenschluss von Bayanat und Yahsat. Dank seiner globalen Reichweite ist das Unternehmen in der Lage, auf die sich rasch wandelnden Anforderungen seiner Kunden aus den Bereichen Regierung, Wirtschaft und Communities einzugehen. Das Unternehmen gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche: Space Services und Smart Solutions. Space Services konzentriert sich auf den Upstream-Satellitenbetrieb für feste und mobile Satellitendienste. Smart Solutions integriert die Erfassung und Verarbeitung von Geodaten mit KI, um Entscheidungsprozesse zu unterstützen, das Lagebewusstsein zu verbessern und die operative Effizienz zu steigern. Zu den Hauptaktionären gehören G42, Mubadala und IHC.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.space42.ai; folgen Sie uns auf LinkedIn: Space42. Bei Investorenanfragen wenden Sie sich bitte an: ir@space42.ai
Über Telespazio Ibérica
Telespazio Ibérica ist die spanische Tochtergesellschaft von Telespazio, dem Joint Venture von Leonardo und Thales und einem der weltweit führenden Anbieter von Satellitendiensten. Das Unternehmen ist in Spanien führend in den Bereichen Geoinformation und Satellitennavigation und verfügt über mehr als 35 Jahre Erfahrung sowie einen ausgezeichneten Ruf in diesen Branchen. Zudem nimmt es eine Vorreiterrolle in Bereichen ein, die von der Konzeption und Entwicklung von Raumfahrtsystemen bis hin zur Abwicklung von Startdiensten und der Steuerung von Satelliten im Orbit reichen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen Dienstleistungen in den Bereichen Erdbeobachtung, Kommunikation, Navigation, Satellitenortung und wissenschaftliche Programme an und setzt sich nachdrücklich dafür ein, der Gesellschaft die Vorteile dieser Technologien zugutekommen zu lassen.
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Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.
Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.
Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.
Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.