Neue Generation von IdentiFlight erhält TÜV NORD-Zertifizierung für drei kollisionsgefährdete Vogelarten

25.09.2026

Das KI-basierte Antikollisionssystem IdentiFlight schützt nachweislich kollisionsgefährdete Brutvogelarten. Jetzt liegt der Abschlussbericht für die Zielarten Rotmilan, Schwarzmilan und Seeadler vor, der nun offiziell durch den TÜV Nord bestätigt wurde. Damit schreibt IdentiFlight seine Erfolgsgeschichte konsequent fort: von der bereits anerkannten Vorgängerversion hin zur neuen Systemgeneration IdentiFlight V5, die nun ebenfalls ihre Leistungsfähigkeit im unabhängigen Validierungs- und Zertifizierungsprozess unter Beweis gestellt hat.

HAMBURG, Sept. 24, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Der unabhängige Validierungsbericht für das KI-basierte Stereokamera-System IdentiFlight V5 wurde nun durch den TÜV NORD für drei kollisionsgefährdete Vogelarten bestätigt: Rotmilan, Schwarzmilan und Seeadler. Durch die mehrmonatige Validierung der neuen Systemgeneration konnte erneut gezeigt werden, dass IdentiFlight V5 wie auch die bereits offiziell anerkannte Vorgängerversion alle Anforderungen an Antikollisionssysteme zum Schutz von windenergiesensiblen Vogelarten nachweislich erfüllt. Damit steht bereits jetzt genau für jene kollisionsgefährdeten Brutvogelarten eine wirksame Schutzmaßnahme zur Verfügung, die in der Genehmigungspraxis in Deutschland besonders häufig zu artenschutzrechtlichen Konflikten führen.

Grundlage der TÜV-NORD-Zertifizierung ist eine unabhängige fachgutachterliche Systemvalidierung, die von den einschlägigen Gutachterbüros OekoFor GmbH und ARSU GmbH unter Aufsicht des TÜV NORD durchgeführt wurde. Bewertet wurde dabei, ob IdentiFlight die relevanten Zielarten zuverlässig erkennt, trackt und – sofern erforderlich – eine rechtzeitige Abschaltempfehlung an die Windenergieanlage übermittelt. Die abschließende Prüfung durch den TÜV NORD bestand darin, die Unabhängigkeit der Datenerhebung zu überprüfen sowie die Plausibilität der angewandten Methodik und der daraus abgeleiteten Ergebnisse unabhängig zu bestätigen.

Die Bestätigung durch den TÜV unterstützt die fachliche Einordnung technischer Schutzsysteme im Genehmigungs- und Anwendungskontext. „Mit unseren Prüfungen bestätigen wir, dass IdentiFlight die Vorgaben des „Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende“ (KNE) für die betrachteten Zielarten erfüllt. Für Genehmigungsbehörden, Projektierer und Betreiber bietet das eine wichtige Grundlage, um die Leistungsfähigkeit technischer Systeme zum Vogelschutz nachvollziehbar einordnen zu können“, so Dr. Jan Hauschild, Leiter Risiko und Baugrund im Bereich Erneuerbare Energien bei TÜV NORD.

Don Mills, Präsident und Chief Operating Officer des Herstellers Boulder Imaging betont: „Die Zertifizierung durch TÜV NORD auch für die neue Generation von IdentiFlight ist ein wichtiges Zeichen an unsere Kunden – nicht nur in Deutschland. Es zeigt unseren Anspruch, unsere Technologie stetig weiterzuentwickeln und dabei auf unabhängige Kontrollen und Transparenz zu setzen. Weltweit stärken wir dadurch unsere Partnerschaften und setzen immer neue Standards für die Branche.“

Ein besonderes Augenmerk lag im Zuge der Validierung auch auf der Erkennung des Schreiadlers. Als sehr seltene und in Deutschland als vom Aussterben bedrohte Adlerart stellt er besonders hohe Anforderungen an die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen. „Die Untersuchungen zur Klassifikationsleistung von IdentiFlight zeigen, dass das System den ansonsten eher unauffälligen Schreiadler mit außergewöhnlich hoher Präzision erkennt und den zielgerichteten Schutz dieser sensiblen Art im Umfeld von Windenergieanlagen leisten kann.“ so Eva Schuster, naturschutzfachliche Projektleiterin von IdentiFlight Deutschland. Bereits heute umfasst die Artbibliothek von IdentiFlight mehr als 170 Vogelarten. Validierungsvorhaben zum Einsatz von IdentiFlight zum Schutz weiterer kollisionsgefährdeter Vogelarten werden derzeit abgeschlossen, wobei die Berichte Anfang 2027 vorliegen sollen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.identiflight.de oder Sie besuchen das IdentiFlight-Team von Boulder Imaging vom 22. bis 25. September 2026 auf der WindEnergy Hamburg an Stand A1 105.

Über IdentiFlight

IdentiFlight ist ein KI-basiertes Antikollisionssystem zum Schutz kollisionsgefährdeter Brutvogelarten im Umfeld von Windenergieanlagen. Weltweit befindet sich das Stereokamerasystem bereits auf 6 Kontinenten, in 16 Ländern und 77 Windenergieprojekten im Einsatz, um die naturverträgliche Energiegewinnung von 6GW zu begleiten. Es kombiniert hochauflösende Kameratechnologie und automatisierte Artidentifikation mithilfe von leistungsstarken neuronalen Netzwerken und ermöglicht den gezielten Schutz genehmigungsrelevanter Brutvogelarten. Windenergieanlagen können so bedarfsgerecht abgeschaltet werden, nur dann, wenn tatsächlich ein akutes Kollisionsrisiko besteht. Windenergieprojekte werden so rechtsicher und wirtschaftlich tragbar.

Pressekontakt

Jana Peck – Director of Marketing, Boulder Imaging
Jana.Peck@BoulderImaging.com
+1 760-445-0888

Kontakt IdentiFlight Deutschland

Eva Schuster – Leiterin Politik und Kommunikation
eva.schuster@identiflight.com


Bundesrat stärkt Apotheken mit neuen Befugnissen bei Prävention und Therapie

15.06.2026

Apotheken in Deutschland erhalten deutlich mehr Handlungsspielraum: Der Bundesrat hat eine Reform der schwarz-roten Koalition passieren lassen, die die Rolle der Offizinen im Gesundheitswesen spürbar aufwertet. Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung zu stärken, Wartezeiten in Arztpraxen zu reduzieren und Prävention sowie Früherkennung auszubauen. Das Paket war zuvor bereits vom Bundestag beschlossen worden.

Kern der Reform ist ein erweitertes Leistungsangebot in Apotheken. Künftig sollen dort zusätzliche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen möglich sein, etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Angeboten rund um das Rauchen. Apotheken können damit stärker als bisher in der Prävention ansetzen und Risiken identifizieren, bevor es zu manifesten Erkrankungen kommt.

Auch im Impfbereich werden die Kompetenzen ausgeweitet. Neben den bereits etablierten Grippe- und Corona-Impfungen dürfen Apotheken künftig alle Schutzimpfungen mit sogenannten Totimpfstoffen anbieten, darunter etwa Tetanus. Ergänzend werden Blutabnahmen erlaubt, etwa um Medikamentenwirkungen zu kontrollieren. Damit rücken Apotheken näher an klassische ärztliche Tätigkeitsfelder heran, ohne diese vollständig zu ersetzen.

Besonders sensibel ist die neue Möglichkeit, in eng begrenzten Fällen verschreibungspflichtige Medikamente ohne ärztliche Verordnung abzugeben. Erlaubt ist künftig die einmalige Ausgabe der kleinsten Packungsgröße auf Selbstzahlerbasis, wenn ein Arzneimittel seit längerem eingenommen wird und die Fortführung der Therapie keinen Aufschub erlaubt. Die Regelung soll Versorgungslücken schließen, etwa wenn ein Rezept nicht rechtzeitig vorliegt, und bleibt zugleich strikt begrenzt, um Missbrauch zu vermeiden.