LUNGE IM BLICK: Neue Aufklärungsinitiative zu interstitiellen Lungenerkrankungen startet beim Deutschen Rheumatologiekongress 2026

21.09.2026
  • Bundesweite Bustour LUNGE IM BLICK informiert Risikogruppen über Warnzeichen interstitieller Lungenerkrankungen und die Bedeutung einer frühen Diagnose.
  • Auftakt beim Deutschen Rheumatologiekongress (RhK) vom 09.-12. September 2026 in Leipzig mit besonderem Fokus auf Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
  • Interessierte erhalten am Bus unter anderem persönliche Beratung, verschiedene Diagnostische Möglichkeiten in Zusammenarbeit mit Pneumologen vor Ort und praktische Materialien für das Arztgespräch.
     

Ingelheim, 17.09.26 - Im Lungenfibrose-Monat September startet Boehringer Ingelheim mit LUNGE IM BLICK eine bundesweite Aufklärungsinitiative zur Sensibilisierung für interstitielle Lungenerkrankungen (ILD). Herzstück der Initiative ist eine Bustour, die Menschen mit erhöhtem Risiko direkt vor Ort über Warnzeichen informiert und zu einer frühen ärztlichen Abklärung ermutigen soll. Auftakt war der Deutsche Rheumatologiekongress (RhK) vom 09.-12. September 2026 in Leipzig.

Interstitielle Lungenerkrankungen werden häufig erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt.1 Ein erhöhtes Risiko haben insbesondere Menschen mit bestimmten rheumatischen Grunderkrankungen.2 Genau hier setzt LUNGE IM BLICK mit leicht zugänglicher Gesundheitsaufklärung an.

Die Initiative bringt Akteure entlang des Versorgungspfads von Menschen mit ILD zusammen und wird bereits von verschiedenen Partnern unterstützt. Darüber hinaus steht LUNGE IM BLICK mit Patientenorganisationen aus der Rheumatologie und Pneumologie sowie weiteren potenziellen Partnern im Austausch. Langfristig soll das Netzwerk der Initiative weiter wachsen.

„Interstitielle Lungenerkrankungen werden oft erst erkannt, wenn Betroffene bereits deutliche und meist irreversible Einschränkungen im Alltag erleben. Mit LUNGE IM BLICK möchten wir Menschen mit erhöhtem Risiko ermutigen, Warnzeichen ernst zu nehmen und frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen“, sagt Dr. Tristan Gloede, Projektleiter bei Boehringer Ingelheim.

Am Bus erhalten Besucherinnen und Besucher verständlich aufbereitete Informationen zu Symptomen wie anhaltender Atemnot, chronischem trockener Husten oder verminderter Belastbarkeit. Ergänzend können sie einen Symptomtest machen, mit medizinischen Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen und Infomaterial für ihr Arztgespräch mitnehmen. Ist eine Ärztin oder ein Arzt vor Ort besteht zudem die Möglichkeit, die eigene Lunge abhören zu lassen.

Rheumatologie als wichtiger Ausgangspunkt

Der Deutsche Rheumatologiekongress wurde bewusst als Auftakt gewählt, da viele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko haben, zusätzlich eine ILD zu entwickeln. „Rheumatologinnen und Rheumatologen spielen bei der Früherkennung einer ILD eine entscheidende Rolle“, erläutert Prof. Philipp Sewerin, Rheumatologe aus Herne und einer der Schirmherren der Initiative. „Wichtig ist, mögliche pulmonale Symptome frühzeitig mitzudenken und bei Verdachtsmomenten eine weitere diagnostische Abklärung anzustoßen.“ Zudem bot der Patiententag der Deutschen Rheuma-Liga im Rahmen des RHK die Möglichkeit, direkt mit Betroffenen und Angehörigen ins Gespräch zu kommen und für Warnzeichen einer ILD zu sensibilisieren. Nach dem Auftakt in Leipzig fährt der Informationsbus bis Ende 2027 weitere Standorte in Deutschland an, insbesondere Rehazentren, rheumatologische Kliniken und Patientenveranstaltungen.


Diagnose braucht Zusammenarbeit

Die Diagnose ILD erfordert die Zusammenarbeit mehrerer Fachrichtungen. In spezialisierten Zentren bewerten Fachleute aus Pneumologie, Rheumatologie und Radiologie komplexe Befunde gemeinsam und stimmen das weitere therapeutische Vorgehen ab. Da solche Angebote regional unterschiedlich verfügbar sind, möchte LUNGE IM BLICK dazu beitragen, mögliche Anzeichen frühzeitig zu erkennen und ärztlich abklären zu lassen.

Langjähriges Engagement für Lungenfibrose

Mit der Bustour setzt Boehringer Ingelheim sein langjähriges Engagement für Menschen mit Lungenfibrose fort. Seit über 100 Jahren erforscht das Unternehmen Atemwegserkrankungen und unterstützt die medizinische Weiterbildung sowie die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Im Rahmen der Gesundheitsinitiative „Herzenssache Lebenszeit“ nutzt Boehringer Ingelheim seit vielen Jahren den roten Bus für eine leicht zugängliche und patientenorientierte Aufklärung – insbesondere für Menschen mit erhöhtem Risiko.

Über Lungenfibrose


Lungenfibrose bezeichnet die Vernarbung von Lungengewebe bei interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD). Sie kann fortschreiten und dann zu einer zunehmenden Einschränkung der Lungenfunktion führen.“ Bereits verlorene Lungenfunktion kann nicht wiederhergestellt werden. Deshalb sind eine frühe Diagnose und Behandlung besonders wichtig. Typische Anzeichen sind anhaltender trockener Husten, Atemnot bei Belastung, Müdigkeit sowie verdickte und abgerundete Finger- oder Zehenspitzen.3,4

Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das in den Bereichen Humanmedizin und Tiergesundheit tätig ist. Als einer der größten Investoren in Forschung und Entwicklung konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung innovativer Therapien in Bereichen mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf. Durch die Unabhängigkeit seit seiner Gründung im Jahr 1885 nimmt Boehringer eine langfristige Perspektive ein und verankert Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unsere rund 54.300 Mitarbeitende bedienen über 130 Märkte für eine gesündere, nachhaltigere und gleichberechtigtere Zukunft. Erfahren Sie mehr unter www.boehringer-ingelheim.de.


Quellen:
1. Chaudhuri N et al. Respir Res. 2024 Oct 9;25(1):364. 
2. Vermant M. et al. Rheumatology Advances in Practice, Volume 10, Issue 2, 2026, rkag045.
3. Grant-Orser A, et al. BMJ Open Respir Res. 2024;11:e002333.
4. van Cleemput J, et al. Adv Ther. 2019;36, 298–317.
 

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Nach Bauverzögerung: Bahn öffnet Kernkorridor Hamburg–Berlin mit Einschränkungen

15.06.2026

Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.

Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.

Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.

Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.