Asiatische Flughäfen dominieren die Top 20 des jährlichen Konnektivitätsindex, der die weltweit führenden internationalen Drehkreuze bewertet; chinesische Flughäfen haben sich nach der Pandemie vollständig erholt
LONDON, Sept. 16, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- OAG, der Intelligence-Partner für den globalen Reiseverkehr, hat heute Megahubs 2026 veröffentlicht – das jährliche Ranking der Flughäfen mit der weltweit besten internationalen Anbindung. Der Istanbul Airport (IST) steht erstmals an der Spitze des weltweiten Rankings. Nachdem er 2025 noch Platz zwei belegte, bietet er inzwischen Verbindungen zu 337 Zielen weltweit. 80 % der Flüge am Flughafen werden von Turkish Airlines durchgeführt.
London Heathrow (LHR) verbessert sich auf Platz zwei. Die Zahl der möglichen Anschlussverbindungen am verkehrsreichsten Tag des Jahres ist gegenüber dem Vorjahr um 6 % zurückgegangen. Dies ist unter anderem auf die anhaltenden Beeinträchtigungen der Flugpläne im Nahen Osten zurückzuführen. Amsterdam Schiphol (AMS) belegt weiterhin Platz drei und konnte sowohl bei den Verbindungen als auch bei der Zahl der angeflogenen Ziele zulegen. Kuala Lumpur (KUL) behauptet Platz vier und bleibt damit der am besten vernetzte Flughafen Asiens. Die Zahl der angeflogenen Ziele ist auf 154 gestiegen.
Chicago O'Hare (ORD) rückt weltweit auf Platz fünf vor und verbessert sich damit gegenüber Platz sieben im Jahr 2025. Zugleich ist ORD der am besten vernetzte Flughafen auf dem amerikanischen Kontinent. Die Zahl der möglichen Verbindungen stieg um 9,8 %, während die Zahl der angeflogenen Ziele von 297 auf 308 zunahm. Damit verfügt ORD über das drittgrößte internationale Streckennetz aller Flughäfen weltweit – hinter Istanbul (337) und Frankfurt (310).
Der asiatisch-pazifische Raum dominiert die weltweiten Top 20 und stellt acht der 20 bestplatzierten Flughäfen. Besonders deutlich haben chinesische Flughäfen aufgeholt: Shanghai Pudong (PVG) verbessert sich von Platz 19 auf Platz 14, Baiyun International (CAN) von Platz 36 auf Platz 19. Hongkong (HKG) kehrt ebenfalls in die Top 20 zurück und steigt von Platz 22 auf Platz 20.
Im Megahubs-Index für Low-Cost-Carrier (LCC) belegt Kuala Lumpur mit knapp 15.000 möglichen Low-Cost-Verbindungen den ersten Platz. 64 % der 25 am besten vernetzten LCC-Flughäfen liegen im asiatisch-pazifischen Raum. In Südostasien entfallen zudem 51 % aller Sitzplatzkapazitäten auf Low-Cost-Carrier – deutlich mehr als im weltweiten Durchschnitt von 34 %.
John Grant, Chief Analyst bei OAG, erklärt:
„Das Ranking 2026 zeigt eine globale Luftfahrtbranche, die sich nach den erheblichen Verwerfungen der vergangenen Jahre noch immer neu sortiert. Dass Istanbul an die Spitze des Rankings gerückt ist, unterstreicht die Stärke des Streckennetzes von Turkish Airlines ebenso wie die geografische Lage des Flughafens als Bindeglied zwischen Ost und West. Auch die Erholung der chinesischen Flughäfen ist von großer Bedeutung. Die Daten lassen darauf schließen, dass die Anpassungsphase des chinesischen Luftverkehrsmarktes nach der Pandemie inzwischen abgeschlossen ist.“
Selahattin Bilgen, CEO von iGA Istanbul Airport:
„Als der am besten vernetzte Flughafen der Welt ausgezeichnet zu werden, ist ein bedeutender Erfolg für iGA Istanbul Airport und für alle, die zu unserer Entwicklung beigetragen haben. Diese Auszeichnung ist das Ergebnis unserer strategischen Entwicklung und zugleich Ausdruck der Größe und Reichweite des Streckennetzes von Turkish Airlines. iGA Istanbul Airport wurde von Anfang an so konzipiert, dass künftige Erweiterungen problemlos möglich sind. Dabei profitieren wir von Istanbuls einzigartiger geografischer Lage und unserem kontinuierlich wachsenden Netzwerk von Airline-Partnern. Wir werden unsere internationale Anbindung weiter ausbauen und das Reiseerlebnis für unsere Passagiere kontinuierlich verbessern. Gleichzeitig setzen wir alles daran, Istanbuls Position als eines der führenden Luftverkehrsdrehkreuze der Welt weiter zu stärken.“
Alle Daten und die Methodik von Megahubs 2026 sind unter https://www.oag.com/megahubs-2026 abrufbar.
Über OAG
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Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.
Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.
Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.