Reusable Cup Push in Taipei Targets 50,000 Fewer Disposable Drink Cups

05.07.2026


Taipei is doubling down on efforts to cut consumption of single-use beverage cups, rolling out a city-backed discount that rewards customers for bringing their own containers to popular hand-shaken drink chains. From July 2 through Dec. 31, consumers who visit participating Taipei outlets of Milksha (迷客夏) and TEA TOP on Thursdays will receive a NT$10 discount per drink when they use a reusable cup, up from the standard NT$5 required by national rules.

The program, jointly launched by the Taipei Environmental Protection Department and the two chains, covers 46 Taipei stores and is capped at 50 discounted drinks per outlet each Thursday. The NT$10 reduction combines the existing NT$5 price difference that chains must offer under the "Restrictions on the Use of Disposable Beverage Cups" with an additional NT$5 subsidy from the city. The offer does not apply to prepaid or stored-value orders, and outlets in other municipalities continue to provide only the basic NT$5 discount.

Taipei officials say the initiative builds on a smaller 2023 pilot with five brands and 18 outlets that generated 4,385 instances of reusable-container use between Sept. 18 and Oct. 9. By expanding the scope and duration and partnering with high-traffic milk tea brands, the city estimates the latest round could spur about 50,000 drinks served in personal cups, cutting a similar number of disposable cups from the waste stream. Authorities argue that as more people adjust their daily purchasing habits, the cumulative impact on waste reduction, resource use and environmental pressure will become increasingly significant.

The city is also tying the push to its digital payments ecosystem. Consumers who register for the "Plastic Reduction EasyLife" (減塑EasyLife) campaign in the EasyCard Pay (悠遊付) app and link a mobile barcode can earn additional rewards when they buy drinks in reusable cups and opt for cloud invoices, on top of the price discount offered at the counter. Taipei officials frame the effort as a public–private partnership designed to make environmentally friendly behavior financially attractive, positioning the weekly rebate as both a way to trim beverage costs and a step toward a longer-term shift away from disposable cups in one of the world’s most beverage-focused urban markets.

Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026


Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.