Arrests at Hong Kong Indie Bookshop Deepen Concerns Over Publishing Freedom

05.07.2026


Hong Kong’s national security police have arrested the owner of an independent bookstore and another person on suspicion of selling seditious publications and receiving funds from foreign political organisations, in a case that underscores mounting pressure on the city’s publishing sector.

Officers from the National Security Department detained a 33-year-old woman and a 32-year-old man during an operation in the working-class district of Sham Shui Po on Wednesday, according to a government statement. Multiple news reports identified the shop as Hunter Bookstore and the owner as Leticia Wong Man-huen, a former district councillor and one-time political reporter for local newspaper Sing Tao Daily. Police did not name the suspects in their official statement.

Authorities alleged the pair displayed items with seditious intent and sold publications that incited hatred against the Hong Kong Special Administrative Region government, the judiciary, and law enforcement agencies. Police said they seized a batch of books, documents and other materials deemed “seditious” from the shop and related premises. Wong is also suspected of breaching Hong Kong’s Organised and Serious Crimes Ordinance, with police accusing her of receiving multiple remittances funded by foreign political organisations. Among the publications reportedly taken by officers was a copy of “The Troublemaker,” a biography of jailed media figure Jimmy Lai.

The arrests come ahead of politically sensitive dates: the July 1 anniversary of Hong Kong’s 1997 handover to Chinese rule, and days before the sixth anniversary of the Beijing-imposed national security law, enacted in 2020 following large-scale anti-government protests. That law, together with colonial-era sedition provisions, has increasingly been used in cases involving media, civil society and publishing. Press freedom group Committee to Protect Journalists urged authorities to release Wong and criticised what it described as an expanding application of national security legislation to the city’s book and magazine trade.

Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026


Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.